Inkrafttreten neues Lebensmittelrecht


Mit der Revision des Lebensmittelverordnungsrechts wurde das bestehende Lebensmittelrecht komplett überarbeitet. Ziel der Revision ist die Anpassung des schweizerischen Rechts an dasjenige der EU. Am 16. Dezember hat der Bundesrat entschieden, dass das unter dem Namen „Projekt Largo“ bekannt gewordene Lebensmittelrecht am 1. Mai 2017 in Kraft treten wird.

GastroSuisse und weitere an der Überarbeitung beteiligte Verbände stehen weiterhin mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV in Kontakt, um sich mit den wichtigsten Aspekten des neuen Lebensmittelrechts und deren Umsetzung vertraut zu machen.


Für das Gastgewerbe gibt es folgende Punkte zu beachten:

  • Schriftliche Herkunftsdeklaration von Zutaten: neben der Herkunft von Fleisch muss  künftig auf diejenige von Fisch deklariert werden
  • Deklaration von Allergenen: Die Auskunft über Allergene kann wie bisher mündlich erfolgen, wenn folgende Punkte berücksichtigt werden:                                                   - Es wird schriftlich gut sichtbar darauf hingewiesen, dass die Informationen  mündlich eingeholt werden können. Beispielsweise mit folgendem oder ähnlichem Wortlaut:
    „Lieber Gast
    Über Zutaten in unseren Gerichten, die Allergien oder Intoleranzen auslösen können, informieren Sie unsere Mitarbeitenden auf Anfrage gerne
    Ihr Gastgeber“
    - Die nötigen Informationen stehen den Mitarbeitenden schriftlich zur Verfügung oder die Person, die das Gericht zubereitet oder entsprechend geschulte Mitarbeitende im Service geben Auskunft
    - Die Auskunft muss erfolgen, bevor der Gast bestellt
  • Insekten: Mehlwürmer (Tenebrio molitor im Larvenstadium), Heimchen/ Grillen (Acheta domesticus, adulte Form) und europäischen Wanderheuschrecken (Locusta migratoria, adulte Form) sind ohne Bewilligung zugelassen. Sie müssen mit dem gemeinen und dem wissenschaftlichen Namen und einem Allergenhinweis gekennzeichnet werden. Es dürfen nur Insekten aus einer Zucht verwendet werden. Sie müssen über einen angemessenen Zeitraum tiefgefroren und erhitzt werden oder einem anderen Verfahren unterzogen werden, das sicherstellt, das vegetative Keime abgetötet werden.
  • Mikrobiologische Beurteilung von Lebensmittel: das Konzept der Grenz- und Toleranzwerte wurde im Rahmen der Überarbeitung abgeschafft. Anstelle der bisherigen Toleranzwerte sind Richtwerte eingeführt worden. Werden diese überschritten bedeutet das, dass die gute Verfahrenspraxis nicht eingehalten wurde, was durch den Vollzug grundsätzlich beanstandet wird. Die Richtwerte werden in die überarbeitete Leitlinie GVG integriert.


Weitere Informationen befinden sich auf der Homepage des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV .



 

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